Ecuador: Auf Correas "Bürgerrevolution" folgt Wahlkrimi bei Präsidentenwahl

Ecuador: Auf Correas "Bürgerrevolution" folgt Wahlkrimi bei Präsidentenwahl

Quito (dpa) - Der linke Regierungskandidat Lenín Moreno hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Ecuador deutlich gewonnen, muss aber wohl in eine Stichwahl. Er kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 38,26 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Moreno will den linken Kurs von Präsident Rafael Correa fortsetzen, der nach zehn Jahren an der Macht nicht mehr angetreten war. Auf Platz zwei lag mit 29,86 Prozent der konservative Politiker Guillermo Lasso. Er will neben einem Politikwechsel auch das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden. Damit würde Moreno sehr knapp einen Wahlsieg schon in der ersten Runde verpassen - eine Stichwahl ist für den 2. April angesetzt worden. Für einen Sieg in der ersten Runde muss ein Kandidat 40 Prozent erreichen und zugleich zehn Prozentpunkte vor dem Zweiten liegen. Auf Platz drei landete die einzige Frau unter den acht Kandidaten, Cynthia Viteri von der Christsozialen Partei (15,4 Prozent). Insgesamt waren 12,8 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen.

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Chile: Tschechischer Investor errichtet Solarkraftwerk

Chile: Tschechischer Investor errichtet Solarkraftwerk

(photon.info) Der tschechische Investor Solek Group hat ein 3,07 Megawatt leistendes Solarkraftwerk in Chile fertig gestellt und an das nationale Stromnetz angeschlossen. Die »Parque Solar CuzCuz« genannte Anlage befindet sich nach Unternehmensangaben etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago. Eingesetzt wurden Inverter von SMA sowie einachsige Nachführsysteme und Module von nicht genannten Herstellern. Die Vorarbeiten begannen bereits 2014, Baubeginn war im Frühjahr letzten Jahres. Die Kosten beliefen sich rund 100 Millionen tschechische Kronen (# Millionen Euro), die Finanzierung erfolgte über Solek sowie namentlich nicht näher bezeichnete »tschechische private Investoren«.

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Argentinien: Regierung Macri will Agrarexporte weiter forcieren

Argentinien: Regierung Macri will Agrarexporte weiter forcieren

Buenos Aires (dpa) - Genau 8327 Rinder stehen an diesem Morgen in den Ställen des Mercado de Liniers. Ein Auktionator fährt auf einem kleinen Wagen, wie man ihn von Golfplätzen kennt, an den Tieren vorbei und lässt den Hammer fallen, wenn er einen Preis von 30 Pesos (1,70 Euro) pro lebendes Kilo zugerufen bekommt. Der große Rindermarkt am Westrand von Buenos Aires ist seit über hundert Jahren Umschlagplatz von der Weide zum Grill. Und auch wenn ausgerechnet im Land der Gauchos der Steak-Konsum stark zurückgeht, zieht nun der Export wieder an. Der neue Präsident Mauricio Macri will die Produkte seines Landes in aller Welt verkaufen, nachdem die linke Vorgängerin eher auf Protektionismus setzte.

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Peru: Ex-Präsident Toledo möglicherweise in Odebrecht-Skandal verwickelt

Peru: Ex-Präsident Toledo möglicherweise in Odebrecht-Skandal verwickelt

Lima (dpa) - Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist anders als vermutet nicht mehr in Frankreich, sondern in den USA. Er verfolge Pläne, um nach Israel zu fliehen, teilte die peruanische Regierung mit. «Wir haben aus guter Quelle Informationen, dass sich der Ex-Präsident in San Francisco aufhält. Deshalb haben wir die Behörden der Vereinigten Staaten alarmiert.» Toledo (70) wird vorgeworfen, 20 Millionen US-Dollar (18,5 Mio Euro) Bestechungsgeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht für den Bau der Interoceanica angenommen zu haben - die Straße verbindet über Tausende Kilometer Atlantik und Pazifik. Für Hinweise, die zur Ergreifung Toledos führen, lobte Perus Regierung eine Prämie von 100 000 Soles (28 000 Euro) aus. Toledo bestreitet die Vorwürfe.

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Bolivien: Linke Solidarität mit Trump

Bolivien: Linke Solidarität mit Trump

La Paz (dpa) - Zustimmung von unerwarteter Seite: Der bolivianische Vizepräsident Álvaro García Linera sieht in US-Präsident Donald Trump den Totengräber einer aus seiner Sicht ungerechten Globalisierung. «Die neoliberale Globalisierung als politisches Projekt wird jetzt einen plötzlichen Tod sterben. (...) Trump hat die Sterbeurkunde unterzeichnet», sagte García Linera am Sonntag aus Anlass des elften Jahrestages der Präsidentschaft von Evo Morales. Er ist seither an der Seite des Sozialisten und gilt als linker Vordenker in dem Land. 2008 war es zu dem Bruch in den diplomatischen Beziehungen zwischen Bolivien und den USA gekommen, Morales und der damalige Präsident Barack Obama wiesen die jeweiligen Botschafter aus.

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Odebrecht-Skandal holt auch Kolumbien ein

Odebrecht-Skandal holt auch Kolumbien ein

Bogota (dpa) – In dem mehrere Länder Südamerikas erschütternden Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht gerät nun auch Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos unter Druck. Die Generalstaatsanwaltschaft leitete am Dienstag Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass Odebrecht für die Wahlkampagne von Santos 2014 bis zu eine Million US-Dollar (rund 934 000 Euro) gezahlt haben soll. Das habe der in Haft sitzende Ex-Senator Otto Bula, ein Kontaktmann des Baukonzerns in Kolumbien, ausgesagt. Nach Ermittlungen der US-Justiz soll der brasilianische Odebrecht-Konzern, der von deutschen Einwanderern gegründet wurde, in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben, um dafür Bauaufträge zu erhalten. Er hat rund 128 000 Mitarbeiter und ist in 26 Ländern aktiv.

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