Brasilien: Steht auch Temer vor der Amtsenthebung?

Brasilien: Steht auch Temer vor der Amtsenthebung?

Brasilia (dpa) - Brasiliens Präsident Michel Temer gerät durch neue Korruptionsvorwürfe immer stärker in Bedrängnis. Laut Zeugenaussagen soll er 2014 vom weltweit größten Fleischkonzern JBS für seine Wahlkampagne 15 Millionen Reais (4,2 Mio Euro) erhalten haben und davon eine Million Reais (280 000 Euro) in die eigene Tasche gesteckt haben, berichtete das Portal «O Globo» am Freitag. Temer stellte sich damals als Vizepräsident zusammen mit Präsidentin Dilma Rousseff von der linken Arbeiterpartei erfolgreich zur Wiederwahl. 2016 schmiedete er ein Bündnis mit der Opposition und erreichte so Rousseffs Amtsenthebung. Seither ist Temer an der Macht, Rousseff spricht von einem «Putsch». Auch acht seiner Minister stehen unter Korruptionsverdacht. Im ganzen Land gibt es Demonstrationen, der Schlachtruf lautet: «Fora Temer», «Temer raus». Die Zustimmung zu ihm lag schon vor den Enthüllungen nur noch bei neun Prozent. Er ist regulär bis Ende 2018 im Amt.

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Uruguay: Registrierung für legalen Cannabiskonsum hat begonnen

Uruguay: Registrierung für legalen Cannabiskonsum hat begonnen

Montevideo (dpa) - In Uruguay können sich ab sofort alle Bürger, die legal Marihuana konsumieren wollen, registrieren lassen. Über drei Jahre nach Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes hat die Regierung mit der Registrierung von Konsumenten begonnen, die ab spätestens Juli in Apotheken bis zu 40 Gramm Cannabis in Apotheken erwerben können. Die Droge wird bereits in staatlich kontrolliertem Anbau produziert. Der Preis wurde auf 1,30 US-Dollar pro Gramm festgelegt. An die Apotheken in dem südamerikanischen Land sollen zum Vertriebsstart insgesamt 400 Kilogramm Cannabis geliefert werden.

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Kolumbien: Odebrecht und der Bürgerkrieg

Kolumbien: Odebrecht und der Bürgerkrieg

Medellín (dpa) - Seit 16 Jahren kann Luz Mary Velásquez nicht mehr ruhen. Sie ist sich sicher, dass ihr Mann getötet und in den Río de la Miel («Honigfluss») geworfen worden ist. «El está viajando», «Er ist auf Reisen», sei ihr von einem Paramilitär mitgeteilt worden. Ein kolumbianischer «Code» für das Verschwindenlassen von Ermordeten. Luz Mary Velásquez sitzt in Medellín, an einem auf der Plaza Botero ausgebreiteten, Dutzende Meter langen weißen Tuch, darauf die Fotos hunderter Verschwundener. Kolumbien 2017: Ein Land, das nach über 220 000 Toten den brutalen Konflikt zwischen Militär, linker Guerilla und rechten Paramilitärs hinter sich lassen will. Aber Zehntausende Schicksale sind immer noch ungeklärt. Im Armenviertel Comuna 13 in Medellín vermuteten sie in einer riesigen Müllkippe ein Massengrab, aber die Staatsanwaltschaft konnte dort bisher noch nichts finden.

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Chile: BHP Billiton sucht Käufer für streikanfällige Kupfermine

Chile: BHP Billiton sucht Käufer für streikanfällige Kupfermine

(Emerging Markets Magazin) In Chile will der Bergbaukonzern BHP Billiton Plc. (ISIN: GB0000566504) seine Cerro Colorado Kupfermine verkaufen. Mit dem Verkaufsprozess wurde einer Mitteilung des Unternehmens zufolge bereits begonnen. Die Cerro Colorado Mine gehört mit einer Produktionsmenge von 77.000 Tonnen Kupfer in 2016 zu den kleineren Minen des Konzerns. BHP Billiton ist mehrheitlich auch im Besitz der weltgrößten Kupfermine Escondida, die ebenfalls in Chile liegt. Die Escondida Mine produziert rund 1 Mio. Tonnen Kupfer pro Jahr. Anfang Februar brach dort jedoch ein 44-tägiger Streik aus.

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Argentinien: Brasilianische Atomindustrie will angereichertes Uran exportieren

Argentinien: Brasilianische Atomindustrie will angereichertes Uran exportieren

(RT Deutsch) Die brasilianische Atomindustrie sieht für sich erhebliche neue Absatzchancen im Export von Uranmetall ins Nachbarland Argentinien. Bislang verfügt Brasilien lediglich über Erfahrungen im Export von angereichertem Uran. Die Unternehmensgruppe der Atomindustrie Brasiliens (INB) wird voraussichtlich in Kürze Uran nach Argentinien exportieren. Gemeinsam mit dem Institut für Energie- und Nuklearforschung (IPEN) und dem Technologiezentrum von Marinha spezialisiert sich die INB darauf, Uranmetall herzustellen, das als Brennstoff für Forschungsreaktoren verwendet wird. "In der gegenwärtigen Etappe prüfen wir noch, ob der Transfer technisch machbar ist. Anschließend stellen wir die Wirtschafts- und Finanzstudie vor. In etwa einem Monat legen wir los und warten dann auf die Antwort Argentiniens", erklärte der Präsident von INB, João Carlos Derzi Tupinambá.

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Brasilien: Volkswagen ruft 54 170 Wagen zurück

Brasilien: Volkswagen ruft 54 170 Wagen zurück

Rio de Janeiro (dpa) - Wegen technischer Probleme ruft Volkswagen in Brasilien 54 170 Neuwagen zurück. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, gehe es um acht Modelle (unter anderem Gol, Fox, Up), die zwischen März 2016 und Januar dieses Jahres produziert worden sind. Dabei geht es um Probleme, wenn die Autobatterie nicht ausreichend geladen ist, was zu Pannen und Motorproblemen führen kann. Der Generator, der Energie für die Batterie erzeugt, könne nicht richtig funktionieren. Der Austausch soll maximal drei Stunden dauern. Brasilien ist der wichtigste Absatzmarkt für VW in Südamerika, der Konzern betreibt mit über 20 000 Mitarbeitern vier Fertigungsstätten.

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