Argentinien: Linienflüge in die Antarktis ab 2018 vorgesehen

Argentinien: Linienflüge in die Antarktis ab 2018 vorgesehen

Buenos Aires (dpa) - Touristen sollen ab 2018 von Argentinien aus in die Antarktis fliegen können. Die Landebahn des argentinischen Stützpunktes Marambio vor der Antarktis-Halbinsel soll mit einer Radaranlage für den sicheren Anflug von Linienflügen ausgestattet werden, wie die Zeitung «La Nación» am Dienstag berichtete. Die Flugverbindung soll mit Turboprop-Maschinen der staatlichen Gesellschaft LADE betrieben werden. Marambio liegt rund 3330 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires. Auf dem Stützpunkt sollen rund zehn Prozent der vorhandenen Unterkünfte für Touristen zur Verfügung stehen, sagte der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walter Ceballos, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit können bis zu 150 Menschen auf Marambio wohnen. Auch andere argentinische Antarktis-Stationen könnten Besucher empfangen, sofern dies nicht die wissenschaftliche Arbeit beeinträchtige. Alle Umweltschutz-Vorgaben der Antarktisverträge sollen bei dem Tourismus-Projekt eingehalten werden, erklärte Ceballos.

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Südamerika: Brasilien und Venezuela verhageln lateinamerikanische Wirtschaftsbilanz

Südamerika: Brasilien und Venezuela verhageln lateinamerikanische Wirtschaftsbilanz

Santiago de Chile (dpa) - Lateinamerikas Wirtschaft wird nach einer Prognose der regionalen UN-Wirtschaftskommission Cepal auch 2016 um 0,8 Prozent schrumpfen. Vor allem die Rezession in Brasilien, der mit Abstand größten Volkswirtschaft der Region, mit einem erwarteten Minus von 3,5 Prozent und Venezuela mit einem Absturz um mehr als 8 Prozent ziehen die Zahlen für die Region nach unten. Das geht aus dem am Dienstag in Santiago de Chile veröffentlichten Jahresbericht der Cepal hervor. Auch in Argentinien (-1,5 Prozent) wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts vorausgesagt. Der Verfall der internationalen Rohstoffpreise und eine niedrigere Nachfrage sowohl bei den Exporten als auch im Binnenmarkt hätten die Wachstumsperspektiven stark beeinträchtigt, heißt es im Bericht. Der Brexit habe zudem die Volatilität der internationalen Finanzmärkte erhöht und werde voraussichtlich die Investitionsbereitschaft dämpfen.

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Venezuela: Regierung stellt Seehäfen unter staatliche Kontrolle

Venezuela: Regierung stellt Seehäfen unter staatliche Kontrolle

(de.sputniknews.com) Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Dienstag im venezolanischen Fernsehen angekündigt, die Seehäfen des Landes als eine Maßnahme gegen die aktuelle Wirtschaftskrise im Land unter staatliche Kontrolle zu nehmen. „Heute nehmen wir die wichtigsten fünf Seehäfen — Guanta, La Guaira, Puerto Cabello, Maracaibo et Guamache unter Kontrolle“, so Maduro in einer Rede im staatlichen Fernsehen. Zuvor hatte Maduro das Militär dazu verpflichtet, die Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten im Land zu koordinieren. Dies alles sei Teil des Programms zur Bekämpfung des Lebensmittelmangels in dem Krisenland. Der Präsident schuf außerdem eine neue Behörde, die über die Anschaffung und Verteilung von Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneprodukten und Reinigungsmitteln bestimmen wird. Die Leitung wurde dem Verteidigungsminister Venezuelas, Vladimir Padrino, übertragen.

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Südamerika: Brexit wirkt sich auf Kredite und Rohstoffpreise aus

Südamerika: Brexit wirkt sich auf Kredite und Rohstoffpreise aus

Buenos Aires (GTAI) - Die Schockwellen des Brexits reichen bis nach Südamerika. Die direkten Wirtschaftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich sind zwar gering. Indirekte Auswirkungen einer durch den Brexit ausgelösten EU-Krise könnten jedoch vor allem höhere Finanzierungskosten, geringere ausländische Investitionen und sinkende Weltmarktpreise für Rohstoffexporte sein. Auch die gerade erst wieder in Gang gekommenen Freihandelsgespräche zwischen der EU und dem Mercosur könnten abermals ins Stocken geraten. Die direkten Handelsbeziehungen zwischen Südamerika und dem Vereinigten Königreich sind eher gering. Die stärkste Abhängigkeit zeigt Kolumbien, das 2,5 Prozent seiner Ausfuhr in das Vereinigte Königreich liefert, überwiegend in Form von Kohle. In Brasilien sind es 1,7 Prozent, in Argentinien rund 1,0 Prozent. Sehr bedeutsam ist indes der Warenaustausch mit der gesamten EU, vor allem für die Länder an der Atlantikküste Südamerikas. Mit einem Anteil von 19 Prozent am gesamten Warenaustausch ist die EU für den Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela) sogar der wichtigste Handelspartner.

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Diplomatie: Hafenstreit zwischen Bolivien und Chile

Diplomatie: Hafenstreit zwischen Bolivien und Chile

Santiago de Chile (dpa) - Nach einem umstrittenen Besuch von Boliviens Außenminister David Choquehuanca in den chilenischen Häfen Arica und Antofagasta will Chile dem Nachbarland keine diplomatische Visumfreiheit mehr erteilen. Außenminister Heraldo Muñoz erklärte, es sei die Souveränität Chiles missachtet worden. Choquehuanca hatte den Besuch zu Attacken genutzt und gesagt, Chile halte Verpflichtungen eines Vertrages von 1904 nicht ein, der freien Transitverkehr für Güter von einigen chilenischen Häfen von und nach Bolivien vorsieht. Bolivien hatte im Salpeterkrieg (1879-84) seinen Meerzugang zum Pazifik an Chile verloren. Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag läuft ein Prozess gegen Chile, um Verhandlungen über einen souveränen Meerzugang zu erzwingen. Seit vielen Jahren ist die Wiedererlangung eines Meerzugangs das wichtigste außenpolitische Ziel. Präsident Evo Morales warnte vor einer diplomatischen Krise.

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Uruguay: Schiedsgerichtshof gibt Regierung im Tabakstreit Recht

Uruguay: Schiedsgerichtshof gibt Regierung im Tabakstreit Recht

Montevideo (dpa) - Die Nachricht aus Washington ist so bedeutsam, dass Tabaré Vázquez zu einer Ansprache vor die Kameras tritt. Der frühere Krebsarzt führt als Präsident von Uruguay einen unerbittlichen Kampf gegen das Rauchen. Zigarettensorten wie «Lights» gelten in dem Land als Verbrauchertäuschung und sind verboten. Ebenso wie Zigaretten-Werbung. Dazu gibt es großformatige Warnhinweise auf Packungen. Und ein sehr strenges Rauchverbot. Der Tabakriese Philip Morris mit seiner weltweit führenden Marke Marlboro wollte das nicht dulden. Und zog vor ein umstrittenes Schiedsgericht. Das war 2010, aber Verfahren vor dem bei der Weltbank angesiedelten internationalen Schiedsgerichtshof ICSID sind langwierig. Allein die Anwaltskosten der uruguayischen Regierung beliefen sich auf rund sieben Millionen US-Dollar. Nun gibt es ein Urteil: Das Gericht habe die Klagepunkte des Konzerns «komplett zurückgewiesen», jubiliert Vázquez in Montevideo. «Es ist nicht zulässig, kommerzielle Aspekte über die Verteidigung der Grundrechte auf Leben und Gesundheit zu stellen.» Die Verfahrenskosten muss Philip Morris Uruguay erstatten.

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