Uruguay: Staatsfonds will Alas Uruguay auflösen

Uruguay: Staatsfonds will Alas Uruguay auflösen

(aerotelegraph.com) Am 21. Januar 2016 hob der erste Flug von Alas Uruguay ab: Gegründet von Ex-Mitarbeitern der pleitegegangenen Nationalairline Pluna sollte die neue Fluggesellschaft dem Land sprichwörtlich neue Flügel verleihen. Doch schon sechs Monate später kehrte Ernüchterung ein: Alas Uruguay reduziert die Flotte bereits wieder und gab eine von drei Boeing 737-300 an die Leasingfirma zurück. Der Grund: schwache Nachfrage. Im Herbst stellte die Airline dann den Betrieb ganz ein, die Luftfahrtbehörde signalisierte in einem Bericht, dass Alas Uruguay nicht mehr die Bedingungen für das Air Operator Certificate (AOC) erfülle.

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Brasilien: Odebrecht-Verfahren endet mit Milliardenstrafe

Brasilien: Odebrecht-Verfahren endet mit Milliardenstrafe

New York (dpa) - Der brasilianische Großkonzern Odebrecht ist wegen eines Schmiergeldskandals von einem US-Gericht zu einer hohen Strafe verurteilt worden. Insgesamt muss das Unternehmen wegen Bestechung von Regierungsfunktionären rund 2,6 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) zahlen, wie der zuständige Richter am Montag in New York bestätigte. Mit 2,4 Milliarden Dollar geht der Großteil der im Rahmen eines Vergleichs mit den Justizbehörden mehrerer Länder festgelegten Strafe nach Brasilien. 116 Millionen Dollar fließen an die Schweizer und 93 Millionen an die US-Behörden. Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem hatten bereits im Dezember ein Schuldbekenntnis in dem international koordinierten Verfahren abgegeben.

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Kolumbien: Medellín will Mafia-Image loswerden

Kolumbien: Medellín will Mafia-Image loswerden

Medellín (dpa) - Es ist unvermeidlich, diese Geschichte muss beim alten Medellín beginnen. Federico Arrollave fegt das schwarz-weiße Steinmosaik, das das Grab von Pablo Escobar umrandet. Seit der Tötung des mächtigsten Kokainbarons der Welt, im Dezember 1993, pflegt der 68-Jährige das Grab. Die Pflege wird heute bezahlt von «Popeye», der für Escobar mindestens 250 Menschen persönlich tötete, nach 23 Jahren Gefängnis wieder frei ist - und im nächsten Jahr Senator werden will. «Er hat Häuser gebaut, jede Woche Milchlieferungen in die armen Barrios geschickt, es gibt viele, die ihm nachtrauern», sagt Arrollave. Auch bei ihm ist gewisse Bewunderung zu spüren für den «Patrón», der es mit rund 2000 Leuten damals schaffte, einen ganzen Staat zur Beute zu machen, Zehntausende starben im Drogenkrieg. Touristen aus dem Ausland machen Fotos, es ist eine der Attraktionen in Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens im Nord-Westen des Landes. Und das nicht erst seit der Netflix-Serie «Narcos» über Escobars schillerndes Leben. Im von Escobar finanzierten Armenviertel, das bis heute seinen Namen trägt, werden Kaffeetassen mit einem Bild seiner Hochzeit verkauft. Jüngst kiffte hier am Grab der US-Gangsterrapper Wiz Khalifa - und postete die Bilder, eine Hommage an Escobar.

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Argentinien: Neues Freihandelsabkommen statt Nafta

Argentinien: Neues Freihandelsabkommen statt Nafta

Buenos Aires (dpa) - Angesichts der unsicheren Zukunft des Freihandels in Nordamerika seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump orientiert sich Mexiko nach Südamerika. Das Land wolle Freihandelsabkommen mit Argentinien und Brasilien schließen, sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der argentinischen Zeitung «Clarín». Trump will den Nordamerikanischen Freihandelsvertrag (Nafta) mit Kanada und Mexiko neu verhandeln oder sogar aufkündigen. Seiner Meinung nach führt der Vertrag zum Verlust von Arbeitsplätzen in den USA. Für Mexiko sind die Vereinigten Staaten mit Abstand der wichtigste Handelspartner.

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Guyana: Frankreich soll 2,5 Milliarden für Entwicklung bezahlen

Guyana: Frankreich soll 2,5 Milliarden für Entwicklung bezahlen

Paris (dpa) - Der soziale und politische Konflikt zwischen der Regierung in Frankreich und dem 7000 Kilometer entfernten Überseedepartement Guyana in Südamerika spitzt sich zu. Premierminister Bernard Cazeneuve wies am Montag in Paris nach einer Krisensitzung die Forderung einer einheimischen Protestbewegung nach 2,5 Milliarden Euro für die Entwicklung des armen Landes zurück. Es handele sich um «einen unrealistischen Betrag», sagte er. Die Regierung hat eine Milliarde Euro versprochen, vor allem für Bildungsvorhaben. Die kreolische Protestbewegung «Pou La Gwiyann dékolé» (frei übersetzt: Für ein durchstartendes Guyana) kündigte nach der Zurückweisung ihrer Forderungen an, man werde die Hauptstadt Cayenne mit einem umfassenden Streik und einer Hafenblockade zu einer «toten Stadt» machen.

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Kolumbien: Präsident sichert Wiederaufbau von Mocoa nach Schlammflut zu

Kolumbien: Präsident sichert Wiederaufbau von Mocoa nach Schlammflut zu

Mocoa (dpa) - Nach den verheerenden Überflutungen und Schlammlawinen in der südkolumbianischen Stadt Mocoa mit Hunderten Toten hat Präsident Juan Manuel Santos einen raschen Wiederaufbau zugesichert. «Mocoa wird besser dastehen als zuvor», sagte Santos am Sonntag bei seinem zweiten Besuch im Katastrophengebiet binnen 24 Stunden. Die Zahl der bestätigten Toten gab der Präsident am Abend (Ortszeit) mit 254 an, darunter Dutzende Kinder. Wie Retter berichteten, wurden Leichen sogar von Bäumen geborgen, die Wasser- und Schlammlawine in Mocoa sei bis zu vier Meter hoch gewesen. Santos versprach, eine neue Wasserleitung bauen zu lassen, die eine Trinkwasserversorgung für alle Bürger garantiere. Er dankte Chinas Präsidenten Xi Jinping für das Bereitstellen von einer Million Dollar an Soforthilfe. Mocoa liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador.

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