Brasilien

Siemens muss Geldbuße in Brasilien befürchten

São Paulo (dpa) - In Brasilien wird die Regierung von São Paulo einen Prozess wegen mutmaßlicher Kartellbildung gegen Siemens anstreben. Dies kündigte am Dienstag der Gouverneur des Bundesstaates, Geraldo Alckmin, an. Das deutsche Unternehmen soll mit anderen internationalen Firmen zwischen 2001 und 2007 an Preisabsprachen bei Aufträgen zum U-Bahn-Bau in São Paulo teilgenommen haben, erklärte der Gouverneur auf einer Pressekonferenz. Bei der Anklage gehe es um die Rückerstattung von mutmaßlichen illegalen Preiszuschlägen.

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Brasilien: Volkswagen ruft 54 170 Wagen zurück

Rio de Janeiro (dpa) - Wegen technischer Probleme ruft Volkswagen in Brasilien 54 170 Neuwagen zurück. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, gehe es um acht Modelle (unter anderem Gol, Fox, Up), die zwischen März 2016 und Januar dieses Jahres produziert worden sind. Dabei geht es um Probleme, wenn die Autobatterie nicht ausreichend geladen ist, was zu Pannen und Motorproblemen führen kann.

Der Generator, der Energie für die Batterie erzeugt, könne nicht richtig funktionieren. Der Austausch soll maximal drei Stunden dauern. Brasilien ist der wichtigste Absatzmarkt für VW in Südamerika, der Konzern betreibt mit über 20 000 Mitarbeitern vier Fertigungsstätten.

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Lateinamerika: Illegaler Bergbau als neues Steckenpferd der Verbrechersyndikate

Bogotá (dpa) - Lateinamerikas Verbrechersyndikate haben die Edelmetalle für sich entdeckt: Angesichts des entschlossenen Vorgehens vieler lateinamerikanischer Staaten gegen den Drogenschmuggel betätigen sich immer mehr kriminelle Organisationen im illegalen Bergbau. 80 Prozent des Goldes in Kolumbien werde mittlerweile illegal geschürft, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Globalen Initiative gegen transnationale organisierte Kriminalität.

Die linke Guerillaorganisation Farc beziehe bereits 20 Prozent ihrer Einkünfte aus dem illegalen Goldhandel. In Kolumbien und Peru - den beiden größten Koka-Produzenten der Welt - wird mittlerweile mehr Geld mit Gold als mit Kokain verdient. Auch in Peru, Bolivien, Ecuador, Brasilien, Venezuela, Nicaragua und Mexiko sind kriminelle Banden zunehmend in den illegalen Bergbau verwickelt.

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Brasilien: Noch großes Potenzial im Onlinehandel

Amazon möchte seinen Standort in Brasilien ausbauen: Dank eines Auslieferungs- und Logistiknetzwerkes sollen künftig mehr Produkte verkauft werden. Außerdem: Home24 erreicht dreistelligen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich.

Amazon ist erst seit Dezember 2012 in Brasilien mit einem eigenen Ableger vertreten. Bislang verkaufte der Online-Händler dort selbst nur E-Books und Apps. Die Kindle-Hardware sei, wie buchreport schreibt, von Drittanbietern angeboten worden. Doch jetzt hat Amazon angekündigt, selbst Kindle-Geräte samt Zubehör anbieten zu wollen.

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Peru: Ex-Präsident Toledo möglicherweise in Odebrecht-Skandal verwickelt

Lima (dpa) - Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist anders als vermutet nicht mehr in Frankreich, sondern in den USA. Er verfolge Pläne, um nach Israel zu fliehen, teilte die peruanische Regierung mit. «Wir haben aus guter Quelle Informationen, dass sich der Ex-Präsident in San Francisco aufhält. Deshalb haben wir die Behörden der Vereinigten Staaten alarmiert.»

Toledo (70) wird vorgeworfen, 20 Millionen US-Dollar (18,5 Mio Euro) Bestechungsgeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht für den Bau der Interoceanica angenommen zu haben - die Straße verbindet über Tausende Kilometer Atlantik und Pazifik. Für Hinweise, die zur Ergreifung Toledos führen, lobte Perus Regierung eine Prämie von 100 000 Soles (28 000 Euro) aus. Toledo bestreitet die Vorwürfe.

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