Kolumbien

Daimler eröffnet Busfabrik in Kolumbien

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Autokonzern Daimler <DAI.ETR> hat eine neue Busfabrik in Kolumbien eröffnet. In der knapp zwei Millionen Euro teuren Anlage auf einer Fläche von 11 000 Quadratmetern bei Bogotá sollen jährlich bis zu 4000 Fahrgestelle produziert werden, wie Daimler am Donnerstag mitteilte. Mit der Investition werde auf die wachsende Nachfrage in den Metropolen Lateinamerikas reagiert. Jährlich werden in Lateinamerika etwa 40 000 Busse verkauft, der Marktanteil der Daimler-Bussparte liegt dort den Angaben zufolge bei fast 50 Prozent.

Kolumbien - Die Entdeckung eines Marktes

Schweizer Firmen sind 2014 die grössten Auslandsinvestoren in Kolumbien gewesen. Geschäftschancen sieht zum Beispiel die Versicherungsbranche in dem südamerikanischen Land.

Schweizer Unternehmen haben 2014 mit rund 2,8 Mrd. $ so viel wie keine andere Nation in Kolumbien investiert. Das hat die Botschafterin der Republik Kolumbien in der Schweiz, Beatriz Londoño Soto, an einem Anlass in Zürich bekanntgegeben. Sie stützt sich dabei auf die neuesten Zahlen der Nationalbank ihres fast 50 Mio. Einwohner zählenden Heimatlandes. Gemäss dieser Statistik stammen rund 17% der zirka 17 Mrd. $ an ausländischen Investitionen Kolumbiens aus der Schweiz. Sie hat den traditionellen Grossinvestor USA vom Spitzenplatz verdrängt. Glencore hat als grösster Schweizer Investor allein rund 2 Mrd. $ für die kolumbianische Prodeco Group in die Hand genommen.

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OAS: Keine gemeinsame Erklärung zur Situation in Venezuela

Cancún (dpa) - Gleich zu Beginn der Vollversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben sich die Außenminister des regionalen Staatenbundes beim wichtigsten Thema überworfen. Die Chefdiplomaten der Region konnten sich am Montag im mexikanischen Cancún nicht zu einer gemeinsamen Erklärung zur Krise in Venezuela durchringen.

«Das zeigt unsere Unfähigkeit, uns zu einigen, während in den Straßen von Caracas und vielen anderen Städten in Venezuela weiter Gewalt und Unterdrückung herrschen», sagte der mexikanische Chefdiplomat Luis Videgaray. Bei erneuten Protesten in der venezolanischen Hauptstadt wurde ein junger Mann erschossen.

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Lateinamerika: Illegaler Bergbau als neues Steckenpferd der Verbrechersyndikate

Bogotá (dpa) - Lateinamerikas Verbrechersyndikate haben die Edelmetalle für sich entdeckt: Angesichts des entschlossenen Vorgehens vieler lateinamerikanischer Staaten gegen den Drogenschmuggel betätigen sich immer mehr kriminelle Organisationen im illegalen Bergbau. 80 Prozent des Goldes in Kolumbien werde mittlerweile illegal geschürft, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Globalen Initiative gegen transnationale organisierte Kriminalität.

Die linke Guerillaorganisation Farc beziehe bereits 20 Prozent ihrer Einkünfte aus dem illegalen Goldhandel. In Kolumbien und Peru - den beiden größten Koka-Produzenten der Welt - wird mittlerweile mehr Geld mit Gold als mit Kokain verdient. Auch in Peru, Bolivien, Ecuador, Brasilien, Venezuela, Nicaragua und Mexiko sind kriminelle Banden zunehmend in den illegalen Bergbau verwickelt.

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Odebrecht-Skandal holt auch Kolumbien ein

Bogota (dpa) – In dem mehrere Länder Südamerikas erschütternden Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht gerät nun auch Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos unter Druck. Die Generalstaatsanwaltschaft leitete am Dienstag Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass Odebrecht für die Wahlkampagne von Santos 2014 bis zu eine Million US-Dollar (rund 934 000 Euro) gezahlt haben soll. Das habe der in Haft sitzende Ex-Senator Otto Bula, ein Kontaktmann des Baukonzerns in Kolumbien, ausgesagt.

Nach Ermittlungen der US-Justiz soll der brasilianische Odebrecht-Konzern, der von deutschen Einwanderern gegründet wurde, in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben, um dafür Bauaufträge zu erhalten. Er hat rund 128 000 Mitarbeiter und ist in 26 Ländern aktiv.

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