Uruguay

Renaissance des Protektionismus als Chance für Lateinamerika?

Buenos Aires/Mexiko-Stadt (dpa) - «America first» heißt der wichtigste Leitsatz von US-Präsident Donald Trump. Von internationalen Abkommen hält er wenig, bei den Handelsbeziehungen mit anderen Ländern ziehen die USA nach seiner Auffassung immer den Kürzeren. Aber der neue Protektionismus könnte auch eine Chance für Lateinamerika sein.

Wie steht Trump zum Freihandel?

Äußerst kritisch. Er glaubt, dass die USA bei solchen Abkommen benachteiligt werden und Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten verloren gehen. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) mit Kanada und Mexiko bezeichnete er als «schlechtesten Deal aller Zeiten». Jetzt soll der Vertrag neu verhandelt werden.

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Südamerika: Neuer Anlauf gegen illegalen Tierschmuggel

Manaus (dpa) - Mit deutscher Hilfe soll der illegale Schmuggel von Leguanen, Papageien oder seltenen Fröschen aus dem Amazonasgebiet unterbunden werden. «Bei der Ausfuhr werden bedrohte Tiere und Pflanzen häufig als andere Arten deklariert», betont der Leiter des Regionalprogramms Amazonas der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Horst Steigler. Mit einem von der GIZ mit aufgebautem, einheitlichen elektronischen Genehmigungssystem soll der Schmuggel aus Amazonasstaaten deutlich erschwert werden. Bisher werden häufig Papiere und Unterschriften gefälscht, um Tiere durch den Zoll zu bekommen.

In Europa werden jedes Jahr Zehntausende illegal eingeführte Tiere und Pflanzen unter anderem an Flughäfen beschlagnahmt. Der weltweite Umsatz wird von Umweltorganisationen auf mindestens sieben Milliarden Dollar im Jahr geschätzt. In einem GIZ-Bericht wird betont, dass in Online-Tierbörsen ein Brillenkaiman oder ein kleiner bis mittlerer Grüner Leguan für jeweils 300 Euro gekauft werden kann, ein Pfeilgiftfrosch aus Kolumbien ist für rund 70 Euro zu haben.

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Venezuela erklärt Austritt aus OAS

Caracas (dpa) - Inmitten eines erbitterten Machtkampfs zwischen der sozialistischen Regierung und der Opposition tritt Venezuela aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aus. «Morgen werden wir der OAS das Austrittschreiben zustellen und den Prozess einleiten, der 24 Monate dauert», sagte Außenministerin Delcy Rodríguez am Mittwoch im Fernsehsender VTV. Der Rückzug erfolgte nach ihren Angaben auf Anweisung von Präsident Nicolás Maduro.

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Uruguay: Gauchos wollen Bräuche als Kulturerbe anerkennen lassen

Montevideo (dpa) - Sie sind keine Ethnie und auch kein Volksstamm, und doch einen alte Traditionen die Gauchos in Argentinien, Uruguay und dem Süden Brasiliens. Ursprünglich Viehhirten in der Pampa, der subtropischen Grassteppe im südöstlichen Südamerika, spielten sie bei der europäischen Besiedlung im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Ihre Nachfahren und Anhänger pflegen das kulturelle Erbe mit einer Vielzahl von Festen. Nun wollen die Gauchos ihr Brauchtum von der Unesco als Immaterielles Kulturerbe anerkennen lassen.

Die Initiative steht allerdings noch am Anfang. Für das Gesuch vor der Unesco macht Uruguay derzeit «Inventur», eine Art Bestandsaufnahme des Gaucho-Daseins und seiner Traditionen, wie Carlos Salveraglio von der Gruppe «Elías Regules» erklärt.

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Uruguay: Registrierung für legalen Cannabiskonsum hat begonnen

Montevideo (dpa) - In Uruguay können sich ab sofort alle Bürger, die legal Marihuana konsumieren wollen, registrieren lassen. Über drei Jahre nach Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes hat die Regierung mit der Registrierung von Konsumenten begonnen, die ab spätestens Juli in Apotheken bis zu 40 Gramm Cannabis in Apotheken erwerben können. Die Droge wird bereits in staatlich kontrolliertem Anbau produziert. Der Preis wurde auf 1,30 US-Dollar pro Gramm festgelegt. An die Apotheken in dem südamerikanischen Land sollen zum Vertriebsstart insgesamt 400 Kilogramm Cannabis geliefert werden.

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